90 Jahre Hörspiel in Deutschland – 33 Jahre TKKG

Das erste Hörspiel im deutschen Rundfunk trug den Titel „Zauberei auf dem Sender“ und wurde am 24. Oktober 1924 im damaligen Südwestrundfunk von Frankfurt am Main ausgestrahlt. Es wurde live inszeniert und stammte von Hans Flesch.

Das erste europäische Hörspiel gab es bereist ein halbes Jahr vorher auf der BBC: “ A Comedy of Danger“ von Richard Hughes war ein sogenanntes listening play und wurde am 15. Januar 1924 von der BBC ausgestrahlt.

Zwischen 1929 und 1932 habe es zahlreiche erfolgreiche Produktionen von Ernst Johannsen, Erich Kästner, Hermann Kasack, Hermann Kesser, Friedrich Wolf, Walter Benjamin und Bert Brecht.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Hörspiel in der Regel durch die Propaganda missbraucht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Hörspielkultur in Deutschland dann zweigeteilt weiter:

Die DDR bezog sich auf das sozialistische Hörspielerbe der Weimarer Republik (Brecht, Wolf, Becher, Pijet. Toller).

In Westdeutschland waren die ersten Hörspielproduktionen nach 1945 geprägt von der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, wie zum Beispiel: Wolfgang Borcherts Draußen vor der Tür (NWDR, 13. Februar 1947).

Irgendwann in der 1960er Jahren wurden dann Märchen und Hörspielproduktionen „on Demand“ möglich: Zunächst auf Schallplatte und in den 1970er Jahren auch auf MC.

Aus dieser Zeit sind bis heute Produktionen wie Winnetou, Hui Buh, Pumuckl, die 5 Freunde oder die 3 Fragezeichen bekannt.

1981 kam dann endlich TKKG auf dem Hörspielmarkt: Erst noch auf Vinyl und Music-Cassette, heute auf Music CD und online. Inzwischen gibt 188 Folgen um Tim, Karl, Klösschen und Gaby. Die neueste Folge heißt „Die blauen Schafe von Artelsbach“.

Mehr Infos s.a.:
http://www.lmz-bw.de/medienbildung/medienpraxis/audio/hoerspielgeschichte.html
http://www.tkkg.de
http://www.hoerspielhelden.de